„Ich darf leben“

In diesem Buch erzählt der Autor Horst Pfeil aus seinem Lebensabschnitt mit der Krankheit „Krebs“. Wie ging er mit dieser Nachricht um und wie schaffte er es, sein Leben neu zu gestalten? Ein Rat oder mehr?

Sie möchten schon mal kurz reinlesen? Wir haben Ihnen eine Lesprobe bereit gestellt.

Leseprobe:

„Nach meiner Ankunft in der Klinik fand das erste Gespräch beim Oberarzt statt. Nach der ersten Untersuchung kam er zu folgender Beurteilung. „Ich empfehle, in Ihrem Alter Blase und Prostata zu entfernen, dann haben Sie Ruhe.“ Glücklicherweise hatte ich Ärzte, die Urologen Dr. N. und Dr. Renner, meinen Hausarzt Dr. L., den Onkologen Dr. R. Diesen Ärzten habe ich zu verdanken, dass ich nach fünfundzwanzig Jahren noch eine Blase und geschälte Prostata habe.

Mein Zimmer war geräumig, sowie auch das ganze Haus einen guten Eindruck hinterließ. Am Abend nach meiner Ankunft wird mir im Speisesaal ein Vierer-Tisch zugewiesen. Mein Gegenüber, ein etwas älterer angenehmer Mensch aus Kaiserslautern. Am nächsten Morgen wurde ich getestet, in wieweit ein bestimmtes Programm für mich in Frage käme. Das Resultat war für mich niederschmetternd. Leichte Spaziergänge, Trinkkur im Park und in der Sporthalle  mit einer 200 g Hantel arbeiten. Für mein rechtes Knie, was mir Schmerzen bereitete, bekam ich Bestrahlungen mit anschließender therapeutischer Behandlung. Am ersten Sonntag nach meiner Ankunft machte ich meinen ersten größeren Spaziergang in der hügeligen Landschaft. An einer Anhöhe von vielleicht 20 Höhenmetern scheiterte mein Versuch. Zwei Jahre vor meiner Krankheit habe ich, 15 Jahre hintereinander, mein goldenes Sportabzeichen erworben. Im Ötztal in Österreich Hochgebirgswanderungen gemacht. An einem Tag, in den frühen Morgenstunden zu dritt, einen Dreitausender bestiegen. Hin und zurück am gleichen Tag je 1.800 Höhenmeter, dabei dreizehn Schneefelder überwunden. Und nun keine 20 Höhenmeter geschafft?“

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Autorenvorstellung

Horst Pfeil hat bislang fünf Bücher veröffentlicht. Ein sechstes ist in Arbeit und auch das wird nicht sein letztes sein. 1936 in Leipzig geboren, lebt er seit 1947 in Hamburg. Schon in der Schulzeit hat er eine Änderung in Friedrich von Schillers Gedicht: „Die Kraniche des Ibykus“ vorgenommen. Es war 1952 und Krieg in Korea. Als Halbweise waren ihm die Kriegs- und Nachkriegsjahre im eigenen Land in frischer Erinnerung geblieben. So dichtete er als 16 jähriger Schüler die ersten Verse um:

Schon sieht man auf dem Harzer Bergesrücken,

den Krieg nach Deutschland näher rücken.

Die UNO zieht mit frommen Schauder in den Wald,

sie erwartet ihren ehemaligen Partner Stalin bald.

Nach seiner Lehre als Elektro-Installateur sammelte er praktische Erfahrungen in der Elektrotechnik. Durch Fernstudium zum Techniker, und Besuch der Bundes-Fachlehranstalt in Oldenburg für den Meisterbrief, hatte er die Voraussetzungen für weitere berufliche Aufgaben geschaffen. Die letzten zwanzig Jahre war er als Führungskraft – davon einige Jahre als Geschäftsführer – in der Akkubranche tätig. Wegen einer Krebserkrankung musste er im 60. Lebensjahr nach 44 Berufsjahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Was ihn aber nicht abhielt, sich zu engagieren: Im Jahr 2000 gründete er mit zwei honorigen Vereinsmitgliedern die gemeinnützige Einrichtung Uhlenhilfe e.V. Motto Menschen helfen Menschen. Bis zum 65. Lebensjahr war er außerdem als Schöffe ehrenamtlich tätig.

Heute blickt er auf eine facettenreiche Zeit zurück. Berufliche und private Reisen haben ihn geprägt. Vor 30 Jahren führte seine weiteste Reise nach Peru. Diese Reise und das Land mit seinen Menschen hat sein Leben nachhaltig beeinflusst.

Eine 10jährige ehrenamtliche Tätigkeit im 1883 gegründeten Hamburger Bürgerverein – Hohenfeld und Uhlenhorst – lenkte von seiner Krankheit ab. In dieser Zeit war er fünf Jahre für die Redaktion der Hohenfelder und Uhlenhorster Rundschau verantwortlich.

Danach führte er ein einfaches Leben als „camposino“ in den Bergen Andalusiens. Dort schrieb er sein erstes Buch – Susi und ihre Kinder. Heute lebt er mit seiner Frau in Buchholz in der Nordheide. Sollten Sie ihm einmal persönlich begegnen, ist Vorsicht geboten! ER nimmt sich selbst nicht ernst, spricht gern und erzählt ihnen ellenlange Geschichten aus seinem Leben. Das in einer Zeit, in dem sein Gegenüber kaum Zeit hat.

Und was sagen die Leser?

Ein Hamburger Theaterchef meint: Machen Sie weiter so!

Das Buch „Mein geliebtes Peru“ ist toll geschrieben. Ein Gefühl als würde ich mitreisen. Zwischendurch musste ich schmunzeln, als eine Feder der hinteren Sitzfläche im Auto sich an deinem Hinterteil bemerkbar machte.

Melissa K. Leipzig

Deine Art zu schreiben ist sehr aufschlussreich, mit vielem sprichst du mir aus dem Herzen. Inzwischen lese ich das 4. Buch „Mein geliebtes Peru“. Welche Strapazen hattet ihr dabei aufgenommen? Jeden Tag im Tagebuch eintragen und nach 30 Jahren das Buch schreiben? Dazu kann man nur gratulieren.

Elfi R. Hamburg

Wow! Du bist ja kaum wieder zu erkennen. Wenn ich so an unsere beruflichen Arbeiten denke. Dann finde ich es großartig, was Du in der Zeit „after“ so angefangen und auf die Beine gestellt hast. Mache weiter so und ich wünsche Dir Erfolg. Vermutlich hast Du an dieser Arbeit mehr Freude, als das Du ans Geld denkst. Aber jeder EURO ist für uns Rentner auch von Vorteil.

Rainer H. Starnberg

Wir möchten uns herzlichst bedanken für das Buch „Susi und ihre Kinder“. Unsere Kinder können noch nicht lesen, schauen sich jedoch die Bilder im Buch an. Bei den Geschichten hören sie aufmerksam zu und freuen sich jeden Abend auf eine neue Geschichte.

Familie N. Niederlausitz

An für mich traurigen Tagen lese ich gern in dem Buch „Hoddel und Anne“. Die kurzen Geschichten sind nicht nur zum Schmunzeln, sondern heitern mich auch auf. Das Buch „Mein geliebtes Peru“ ist für meine geplante Reise ein guter Reiseführer.

Hertha B. Spreewald

Ich habe mich sehr über Ihre Bücher gefreut und mich gleich an die Lektüre gemacht. Ich bin ein neuer FAN von Ihnen. Herzlichen Dank!

Astrid St. Hamburg

Es ist längst überfällig, Dir mitzuteilen, dass Deine Bücher, die Du verfasst hast, wunderbar zu lesen sind. Wenn man einmal anfängt, ist man so gefesselt, dass man gar nicht wieder aufhören kann, zu lesen. Hoffentlich schaffst Du es noch ein paar zu schreiben. Erlebnisse hast Du bestimmt, die Du noch in Worte fassen kannst, Das musste ich unbedingt los werden. In diesem Sinne herzliche Grüße und weiterhin gutes Gelingen beim Schreiben, wie bisher. Herzliche Grüße

Karin G. Lützschena/Leipzig